Die Familie Nerger wird nach Angaben von Dr. med. Bruno Nerger in seinem Buch „Mein Leben“ (1938), das erste Mal im Jahre 1666 im Kirchenbuch von Parchim (Mecklenburg) erwähnt. Aufgrund eines handgeschriebenen Stammbaums von eben diesem Autor und jahrelanger Forschungen, haben wir eine Ahnentafel erstellen können, die derzeit bis in das Jahr 1708 zurückreicht - zu "Hans Kasper Nerger zu Malchin".
 
Unser Zweig dieser weit verästelten Familie geht über Juliane Sophie, geb. 19.02.1811 in Tessin (Mecklenburg), zurück auf diesen Hans Kasper Nerger, dessen Großenkelin sie war. Juliane Sophie war verheiratet mit Carl Julius Nerger (geb. 1803), seines Zeichens Apotheker in Tessin... soweit die offizielle Seite.
 
Juliane Sophie hatte nur einen Sohn - ungewöhnlich für die damalige Zeit - was wohl daran lag, das Carl Julius Nerger, obwohl angeblich ihr Ehemann, nicht der Vater des Kindes war. Ob Juliane Sophie jemals wirklich mit Carl Julius verheiratet war und ob es ihn überhaupt gab, haben wir noch nicht klären können. Der Vater des Kindes war jedoch unzweifelhaft ein Student mit Namen Edmond Konopack (aus „Curland“) und nicht jener Carl Julius Nerger, wie eine Abschrift (aus dem Jahre 1937 ) der Geburtsurkunde belegt.
 
Ihr Sohn, Dr. phil. Karl Friedrich Ludwig Nerger (geb. 19.11.1841 in Tessin, Mecklenburg) studierte in Erlangen und Rostock und machte sich einen Namen als Gymnasialoberlehrer an der „Großen Stadtschule“ zu Rostock und durch das Verfassen einiger Standardwerke zur „Mecklenburgischen Grammatik“, die noch Heute über den Fernleihe-Verbund der Universitäten ausgeliehen werden können.
 
 
 
Ahnenforschung - Der Stand der Dinge im Jahre 2007
Karl Friedrich Nerger zeigte sich wieder etwas reproduktionsfreudiger als seine Mutter Juliane Sophie und hatte drei Söhne und eine Tochter. Seine Söhne sollten alle Kariere bei der Kaiserlichen Marine machen.
 
Sein ältester Sohn Karl-August Nerger, geb. 25.02.1875 in Rostock, machte eine außergewöhnliche Karriere, die ihn zu seiner Zeit zu einer berühmten Persönlichkeit macht. Er errang nicht nur in Deutschland sondern auch im Ausland hohes Ansehen und erhielt den höchsten Kaiserlichen Orden, den
„Pour le Mérite“.
Ferner wurde Karl-August Nerger ausgezeichnet mit dem Ritterkreuz des Königlich Bayrischen Militär-Max-Joseph-Ordens und dem Königlich Sächsischen Militär-St.Heinrich-Rittenorden. Durch diese Auszeichnungen geadelt durfte er den Namen „Karl-August Ritter von Nerger“ tragen, was er aus Bescheidenheit jedoch niemals getan hat.
 
Noch im Jahre 1918 wurde er auf Beschluss der Ratsversammlung der Stadt Rostock Ehrenbürger dieser Stadt und, darauf folgend, von der medizinischen Fakultät der Universität Rostock mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.
Sein jüngerer Bruder, Dr. med. Bruno Erich Julius Joachim Friedrich,
der zweitälteste Sohn des Dr. phil. Karl Friedrich Nerger, machte als Mediziner ebenfalls eine erstaunliche Karriere bei der kaiserlichen Marine und arbeitete, unter anderem an der Berliner Charité, mit Nobelpreisträgern, wie z.B. Robert Koch, zusammen.
 
Über den jüngsten Sohn des Dr. phil. Karl Friedrich Nerger, Johann („Hans“) Maximilian Nerger, der ebenfalls Mediziner war (Oberstabsarzt), haben wir noch nicht viel in Erfahrung bringen können. Wir wissen nur, dass auch er im Kaiserreich eine militärische Karriere gemacht hat, und dass er (ebenso wie der älteste Bruder Karl-August) nach 1918 oder 1919 bei den Siemens-Schuckert Werken in Berlin gearbeitet hat, nachdem er wohl kurze Zeit in München gelebt hat. Ob er verheiratet war und Kinder hatte, konnten wir noch nicht klären. Um diese Lücke füllen zu können, wären wir für jeden diesbezüglichen Hinweis dankbar.
 
An dieser Stelle möchten wir uns bei unserem Cousin 2. Grades, Klaus Nerger aus Wiesbaden (Enkel unseres Großonkels Dr. med. Bruno Nerger), bedanken, der uns wertvolle Informationen zu unserer Ahnenforschung liefern konnte - vor allen Dingen in Form von Erzählungen und einer Kopie der durch Dr. med. Bruno Nerger handschriftlich erstellten Ahnentafel. Ferner möchten wir uns bei unser Cousine Regine Schollmeyer bedanken, die uns so viele Fotos und Briefe zur Verfügung gestellt hat und uns mit ihren Erzählungen und ihrem profunden Wissen über unseren Großvater, Karl-August Nerger, und seine Familie stets ein wichtiger Ratgeber ist.
 
Demnächst wird es an dieser Stelle noch mehr geben zur Ahnenforschung der Familie Nerger. In einem geschützten Bereich kann dann sowohl die Ahnentafel eingesehen werden als auch einige ältere und neuere Familienfotos. Wir freuen uns über jeden Hinweis und jede Kontaktaufnahme, falls der geneigte Leser glaubt in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zu uns zu stehen oder sachdienliche Informationen zu haben.
 
Am 31. August 2007 wird eine Dokumentation (WDR 3) über unsere Ahnenforschung gesendet werden, in der der aktuellen Stand der Dinge in übersichtlicher und spannender Weise dargestellt wird. Dafür arbeiten wir derzeit mit einem renommierten Produzenten (Heiko Schäfer, orangefilm GmbH) sowie einer erfahrenen Genealogin aus Hamburg (Andrea Bentschneider/Beyond History) zusammen.
 
Demnächst also mehr unter dieser Adresse...
 
Axel Nerger             Uwe Nerger
Oldenburg               Hasbergen bei Osnabrück
 
im März 2007